Der Aufstieg des WingTsun

Fallstudie Deutschland

Autor/innen

  • Swen Körner
  • Mario S. Staller
  • Benjamin N. Judkins

DOI:

https://doi.org/10.15495/ojs_25678221_11_47

Schlagworte:

Wing Chun, Wing Tsun, Selbstverteidigungssysteme Deutschland, EWTO, Systemtheorie

Abstract

Gemessen an seiner weltweiten Popularität ist das chinesische Nahkampfsystem Wing Chun bis heute beachtenswert unerforscht. Mit The Creation of Wing Chun haben Judkins und Nielson 2015 einen Meilenstein wissenschaftlicher Aufarbeitung vorgelegt (Judkins & Nielson, 2015). Im Ergebnis ihrer sozialgeschichtlichen Rekonstruktion erscheint Wing Chun als Effekt globalisierter Kommunikations- und Zahlungsmärkte – und zwar auch und gerade dort, wo sich Wing Chun auf vormoderne Tradition und Herkunftslinien beruft. Im Epilog ihrer Studie geben die Autoren einen Ausblick auf Analysen zur weltweiten Verbreitung des südchinesischen Nahkampfstils. Ihre These lautet, dass sich diese entlang der Unterscheidung zweier komplementär wirksamer Kommunikationsstrategien rekonstruieren ließe. Der vorliegende Beitrag setzt hier an. Fokussiert wird auf die Verbreitung des Wing Chun in Deutschland. Seit den 1970er Jahren ist im Bundesgebiet die wohl größte Wing Chun Enklave außerhalb Honkongs und Chinas entstanden. Allein die in Deutschland ansässige European Wing Tsun Organisation GmbH & Co KG zählt eigenen Angaben zu Folge über 50.000 Mitglieder (Kernspecht, 2013a). Der Vortrag nimmt in einer ersten Fallanalyse Erfolgsbedingungen der Karriere in den Blick. Im Anschluss an Judkins & Nielson (2015) bilden soziologische Differenzierungs- und Systemtheorien (Stichweh, 2013) zentrale Bezugspunkte der Analyse. 

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Veröffentlicht

2018-11-09

Zitationsvorschlag

Körner, S., Staller, M. S., & Judkins, B. N. (2018). Der Aufstieg des WingTsun: Fallstudie Deutschland. Journal of Martial Arts Research, 1(1). https://doi.org/10.15495/ojs_25678221_11_47

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