McGregor vs. Mayweather

Der Konkurrenzkampf zwischen Boxen und MMA im Kontext des Kampfes Mayweather vs. McGregor

  • Kirill Surikow Deutsche Sporthochschule Köln
  • Leo Istas Deutsche Sporthochschule Köln
Schlagworte: Boxen, MMA, Konkurrenz, Mayweather, McGregor

Abstract

Tendenziell erlebt das MMA gerade einen Aufschwung, während das Boxen sich zurzeit eher in einem Tief befindet (vgl. bwin, 2017). Durch die verstärkte Aufmerksamkeit, die von Athleten, Veranstaltern und Verbänden generiert wird, erkennt man Absichten des größten MMA-Verbandes, der UFC, sich auf dem Zuschauermarkt — u.a. mithilfe der Popularität Conor McGregors — besser zu positionieren und im Hinblick auf die Marktmacht zum Boxen aufzuschließen oder es sogar zu überholen. Der Anspruch dieses Beitrags ist es zu überprüfen, inwiefern der am 26.08.2017 erfolgte Boxkampf zwischen Conor McGregor und Floyd Mayweather den Versuch einer feindlichen Übernahme des Boxsports durch eine Verschiebung der Marktanteile im Zuschauermarkt  zugunsten des MMA darstellt. Dieser Beitrag folgt einem dialektischen Vorgehen (vgl. Lueken, 2000). Es werden verschiedene Informationen und Daten die vor, während und nach dem Kampf entstanden sind aus unterschiedlichen — u.a. systemtheoretischen, ökonomischen, marketing- und kommunikationswissenschaftlichen — Perspektiven beleuchtet, woraus die Argumente zur Verifizierung bzw. Falsifizierung der oben aufgestellten These deduziert werden sollen. In der Summe ergeben sich sowohl stützende als auch entkräftende Argumente für die Hypothesen dieses Beitrags. Die Hypothese der feindlichen Übernahme des Boxsports durch das MMA stellt sich als nicht haltbar heraus, wohingegen vieles für einen emergenten Konkurrenzkampf spricht, was sich vor Allem auf dem amerikanischen Fernseh- und Sportmarkt beobachten lässt. Insgesamt ist es dem MMA gelungen, wettbewerbsfähigere Strukturen im Hinblick auf Ökonomie und Marketing aufzubauen, als es beim Boxsport der Fall ist. Auch wenn der Kampf Mayweather vs. McGregor schließlich keine große Bedeutung für die Verschiebung der Marktmacht zwischen den beiden Sportarten hatte, zeigt er an anderer Stelle einmal mehr die große Wirkmacht der massenmedialen Inszenierung prominenter Profi-Kampfsportler.

Dieser Beitrag folgt einem dialektischen Vorgehen (vgl. Lueken, 2000). Es werden verschiedene Informationen und Daten die vor, während und nach dem Kampf entstanden sind aus unterschiedlichen – u.a. systemtheoretischen, ökonomischen, marketing- und kommunikationswissenschaftlichen – Perspektiven beleuchtet, woraus die Argumente zur Verifizierung bzw. Falsifizierung der oben aufgestellten These deduziert werden sollen.

In der Summe ergeben sich sowohl stützende als auch entkräftende Argumente für die Hypothesen dieses Beitrags. Die Hypothese der feindlichen Übernahme des Boxsports durch das MMA stellt sich als nicht haltbar heraus, wohingegen vieles für einen emergenten Konkurrenzkampf spricht, was sich vor Allem auf dem amerikanischen Fernseh- und Sportmarkt beobachten lässt. Insgesamt ist es dem MMA gelungen, wettbewerbsfähigere Strukturen im Hinblick auf Ökonomie und Marketing aufzubauen, als es beim Boxsport der Fall ist. Auch wenn der Kampf Mayweather vs. McGregor schließlich keine große Bedeutung für die Verschiebung der Marktmacht zwischen den beiden Sportarten hatte, zeigt er an anderer Stelle einmal mehr die große Wirkmacht der massenmedialen Inszenierung prominenter Profi-Kampfsportler.

Veröffentlicht
2019-09-12
Zitationsvorschlag
Surikow, K., & Istas, L. (2019). McGregor vs. Mayweather. Journal of Martial Arts Research, 2(2). https://doi.org/10.15495/ojs_25678221_22_95
Rubrik
Tagungsbeiträge